Karl-Heinz mit seinem Schwager und Freund

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Karl-Heinz und Georg, sie waren mehr
als nur verschwägert, sie waren auch gute Freunde.
Eigentlich sogar Freunde fürs Leben.
Egal welche Sorgen Karl-Heinz hatte,Georg hat ihm immer
mit Rat und Tat beigestanden und so war es auch umgekehrt.
Bis vor vier Jahren noch, sind die Beiden, jedes Jahr
vor Weihnachten, nach Ludwigshafen und nach Mannheim gefahren.
In den Städten kauften und suchten sie gemeinsam
Weihnachtsgeschenke aus. Meist waren sie dann einen ganzen Tag verschollen, nach jedem Geschenk,mußten
sie immer erst mal eine Kaffeepause machen, sonst war das ihnen zu anstrengend.
Sie scherzten viel und hatten immer viel Spass miteinander.
Karl-Heinz hatte damals einen Proberaum bei uns in der
Halle sich eingerichtet.Seine Band und er kamen immer Dienstags
und Donnerstags zurProbe.Ihre Musikinstrumente transportierten
sie in einem Anhänger.
Einmal haben sie den Anhänger voll beladen noch
im Hof stehen gelassen um ihn ein Tag später auszuräumen.
Sein Keyboard verlagerte Karl-Heinz immer im Anhänger
ganz hinten, das ja nichts daran kam.
Georg machte sich die Arbeit und räumte den gesammten
Anhänger mit den ganzen Musikinstrumente aus, nur um Karl-Heinz zu ärgern.Dann nahm
er eine alte kaputte Orgel,die er irgendwo bei einem Sperrmüll einmal gefunden hatte und
tauschte Karl-Heinz Keyboard mit diesem alten Ding aus.Räumte danach das es nicht auffallen
sollte,den Anhänger so wieder ein wie zuvor,das Karl-Heinz ja nichts bemerkte.
Er konnte es kaum abwarten,bis endlich die Band gekommen
war.
Als dann Karl-Heinz und seine Band zur Probe kamen, mußten
sie ja erst den Anhänger ausräumen.
Als Karl-Heinz dann seinen Koffer mit dem Keyboard, das
sich ja nicht mehr darin befand auf machte,hörte man den Schrei von Karl-Heinz in der
ganzen Straße, er verfärbte sich im Gesicht mit allen Farben und dachte nun sei
sein Keyboard gestohlen worden.
Bis Georg dann seelenruhig mit dem Keyboard über
der Schulter in den Proberaum marschierte.
Karl-Heinz fiel ein großer Stein von seinem Herzen
und das Gelächter war groß.
Die Retourkutsche von Karl-Heinz kam zurück.Eines
Tages besuchten wir Karl-Heinz auf einen seinen öffentlichen Auftritten.
Karl-Heinz wußte das wir erst etwas später
eintreffen würden und er wartete.
Als wir den Saal ahnungslos betraten,kündigte Karl-Heinz
über sein Mikrophon Georg schön laut an.
Alle Augen im Saal waren auf Georg gerichtet, sein Kopf
so rot wie eine Tomate, der fast platzte und er war total verlegen
und wäre am liebsten im Boden versunken. Karl-Heinz
amüsierte sich prächtig und freute sich das er Georg so schön reinlegen konnte.So
ähnlich ging es öfter hin und her zwischen den Beiden.
Ein anderes mal half Georg, Karl-Heinz ein Teil seiner
Musikinstrumente in seine Wohnung zutragen. Unbemerkt, holte Georg
wieder sein Keyboard aus dem Koffer und trug den leeren
Koffer auf der Schulter in die Wohnung.
Beim hineinlaufen stolperte er mit Absicht, so das der
Koffer zu Boden fiel, Karl-Heinz ganz erschrocken brachte nur noch
heraus " Georg mein Keyboard " Als Georg zu
lachen anfing, wußte Karl-Heinz das er ihn schon wieder reingelegt hatte.
Sie ärgerten und neckten sich gegenseitig, es gab
immer viel zu lachen und es war eine schöne Zeit.
Sie hatten soviel Blödsinn im Kopf,das sie zusammen
manchmal gesungen und sogar getanzt und herumgealbert haben.
Wenn der Eine den Anderen brauchte waren sie immer füreinander
da.
Wenn es Karl-Heinz gesundheitlich nicht gut ging, war
Georg auch immer sehr bedrückt.
Sie erlebten viele Hochs aber auch viele Tiefs miteinander
und das hat sie auch zusammengeschweißt.
Als Georg ,Karl-Heinz auf der Intensivstation so furchtbar
hilflos liegen sah, berührte ihn tief im Herzen sehr.
Da lag der Mensch der ihm so sehr vertraut war mit dem
er durch dick und dünn gegangen ist und wenn der Weg noch so steinig war,sie waren ihn
zusammen gegangen.Und nun stand er vor seinem Krankenbett und konnte nichts tun,nur warten
und ihm zusprechen um ihm Mut zu machen und Kraft zugeben, sein Leben lag nun in Gottes Hand.
Georg hat den Tod von Karl-Heinz sehr mitgenommen, er
verlor nicht nur seinen Schwager sondern auch ein sehr guten Freund, er wird ihn im ganzen
Leben nicht vergessen und sich gerne und immer wieder an ihn erinnern.
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